Zeitgenössische
Photographie und Kunst
Kolumne

#Kunstmarkt – Donnerhall aus New York und London

Diesen Frühling drehen sich die Ereignisse auf dem Kunstmarkt so schnell, dass einem ganz schwindelig wird: Private Sammlungen wurden entstaubt und die Auktionshäuser überbieten sich mit Highlights und Rekorden. Es geht mächtig gut los in diesem Jahr.

Teuerste Versteigerung einer Privatkollektion

Gerade wurde auf Christies.com die Peggy und David Rockefeller Sammlung versteigert. Mit Startpreisen zwischen $100 – $10,000 konnte jeder sich durch das Leben des kunstbegeisterten New Yorker High Society Paares klicken und stöbern. Aufregend! In drei Auktionstagen wurde das unglaubliche Ergebnis von $830 Millionen erzielt. Absoluter Rekord für die Versteigerung einer Privatkollektion. Geld geben die Rockefellers traditionsgemäß seit Generationen mit vollen Händen für die Förderung von Kunst aus. So überrascht es nicht, dass die gesamte Summe ans MOMA sowie die Rockefeller University gespendet werden soll.

Teuerste Schätzung eines Kunstwerkes

Gewaltige Schlagzeilen machte die Tage vor allem Sotheby´s mit der Verkaufsankündigung von “Nu Couché (Sur Le Côté Gauche)” des italienischen Malers Amedeo Modigliani. Anfang des 20. Jahrhunderts schockte Modigliani die Öffentlichkeit mit seiner Serie von schönen und vor allem nackten Frauen. Noch am Eröffnungstag wurde seine Ausstellung in Paris geschlossen. Damals: Très scandaleux.

Jetzt gelang es Sotheby´s mit “Nu Couché” das Überraschungsmoment im Auktionsmarkt zu setzen: der Schätzwert von $150 Millionen war der höchste, der jemals für ein Kunstwerk angesetzt wurde. Das Gemälde wechselte dann für die Rekordsumme von $157,2 Millionen den Besitzer.

Der unangefochtene Rekordpreis für ein verkauftes Gemälde wird weiterhin von diesem Künstler gehalten. Für Sie in meiner Kolumne zum Nachlesen.

Höher. Schneller. Weiter – Wie es jetzt weitergeht

Angefeuert von den überaus guten Nachrichten der Auktionshäuser und mit freudigem Blick auf London und New York stehen wichtige Messen in den Startlöchern. Allen voran das Schwergewicht Art Basel (14-17 Juni). Meine persönlichen Tipps für die Art Basel schreibe ich Ihnen übrigens gerade auf.

Zuerst zieht es mich zur Photo London (17-20 Mai). In kürzester Zeit hat es die junge Messe geschafft sich einen festen Platz in meinen Ausstellungskalender zu sichern. Über 100 Gallerien aus 18 Ländern zeigen ihr Verständnis von guter Photographie. Wir werden sehen. Große Freude bereitet mir hoffentlich die neue „Discovery Section“ mit 22 jungen und aufstrebenden Ausstellungsorten und Künstlern.

Ich bin gespannt!

Seien Sie es ebenfalls und folgen Sie mir – hier und auf Instagram. Meine Entdeckungen aus London werde ich dort als erstes veröffentlichen.

Ihre Daniela Hinrichs